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Nesselsucht
Was ist Nesselsucht?

Bei einer Nesselsucht rötet sich die Haut der Betroffenen, es kommt zur Quaddelbildung in Verbindung mit Juckreiz. Abhängig von der Dauer der Erkrankung unterscheidet man zwischen einer akuten Nesselsucht, die einige Tage oder Wochen andauern kann und einer chronischen Nesselsucht, die mindestens sechs Wochen andauert. Die Symptome sind in beiden Fällen gleich. Die Quaddelbildung kann entweder den ganzen Körper betreffen oder nur einzelne Hautpartien. In den meisten Fällen wandern die Quaddeln, d. h. sie verschwinden an einer Stelle des Körpers und tauchen an einer anderen wieder auf. Vor allem Menschen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr sind von der Nesselsucht betroffen.

Therapie Nesselsucht

Bei der Therapie einer Nesselsucht unterscheidet man die akute und die chronische Nesselsucht. Da die Symptome einer akuten Nesselsucht nach einigen Tagen oder Wochen von selbst verschwinden, wird hier keine ursächliche Therapie durchgeführt. Die Therapie beschränkt sich in diesem Fall auf eine Behandlung der Symptome, z. B. die Reduzierung der Quaddeln durch den Einsatz von Antihistaminika. Bei einer chronischen Nesselsucht ist es wichtig, die Ursache der Nesselsucht herauszufinden, um die Therapie darauf abstimmen zu können. Die Therapie besteht in diesem Fall hauptsächlich darin, die Faktoren zu meiden, die die Nesselsucht auslösen. Des Weiteren kann eine medikamentöse Therapie erfolgen.

Diagnose Nesselsucht

Da die Symptome einer Nesselsucht kaum in Zusammenhang mit anderen Krankheiten auftreten, fällt die Diagnose in den meisten Fällen leicht. Schwieriger ist es hingegen, Auslöser für die Nesselsucht zu finden, da die Ursachen sehr vielseitig sein können. Auch bei der Diagnose unterscheidet man spontane, physikalische und weitere Formen der Nesselsucht. Bei der spontanen Nesselsucht sollte der Patient auf bestimmte Infekte oder eine Intoleranz getestet werden. Auch ein Bluttest kann in diesem Fall hilfreich sein. Bei der Diagnose einer physikalischen Nesselsucht setzt man die Haut des Patienten verschiedenen physikalischen Reizen aus und beobachtet eventuelle Veränderungen.

Die Nesselsucht kann für die Betroffenen sehr unangenehm sein. Es gibt Hilfen, die den Betroffenen u. U. Linderung verschaffen können. Dazu können z. B. kühlende Umschläge gehören, wenn keine Kälteurtikaria vorliegt. Auch antihistaminische Gels oder mentolhaltige Cremes können die Symptome bessern. Auf kortisonhaltige Salben sollte man hingegen verzichten, da diese ihre Wirkung meist zu spät entfalten. Neben bestimmten Medikamenten sollten Betroffene außerdem auf Stress verzichten, da es ansonsten zu einer Vermehrung der Urtikariaschübe kommen kann. Des Weiteren kann eine Ernährungsumstellung oder der Verzicht auf Alkohol und Koffein hilfreich sein.

Was ist Nesselsucht?

Die Krankheit Nesselsucht wird in der medizinischen Fachsprache als Urtikaria bezeichnet. Der Name ist abgeleitet von den typischen Symptomen, die nach einem Hautkontakt mit Brennnesseln (lateinische Bezeichnung Urtica doica) auftreten und denen einer Nesselsucht stark ähneln: auf dem betroffenen Hautareal bilden sich Quaddeln (Hauterhebungen), die stark jucken. Bei der Nesselsucht werden zwei Formen unterschieden, die akute Nesselsucht, die nach wenigen Tagen oder Wochen von alleine wieder abklingt, und die chronische Nesselsucht, die länger als sechs Wochen andauert.

Symptome einer Nesselsucht

Die Symptome einer akuten und einer chronischen Nesselsucht sind die gleichen. Es treten plötzlich Quaddeln am Körper auf, die Haut rötet sich und reagiert mit Juckreiz. Das Aussehen solcher Quaddeln kann von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich sein. Es können weißlich oder rötlich gefärbte, punktförmige, flächige oder münzartige Hauterhebungen auftreten. Sie können auf einzelne Körperregionen begrenzt sein oder aber den ganzen Körper betreffen. Charakteristisch für eine Nesselsucht ist ein Wandern der Quaddeln: an einer Stelle des Körpers verschwinden die Hautreaktionen und treten an einer anderen wieder auf. Dabei können die Herde verschiedener Körperstellen ineinanderfließen. Jede Quaddel ist nach spätestens 24 Stunden wieder verschwunden und hinterlässt keine Narben oder andere Spuren. Wie häufig solche Schübe, bei denen neue Quaddeln entstehen, vorkommen, ist unterschiedlich. Manche Betroffene leiden unter mehreren Schüben täglich, bei anderen treten sie im Abstand von einigen Tagen auf. Weitere Symptome einer Nesselsucht sind größere, tief in der Haut gelegene Schwellungen, so genannte Angioödeme. Sie können zusätzlich zu den Quaddeln auftreten, oder aber, wie bei zehn Prozent der Patienten, ohne Ausbildung von Quaddeln als alleiniges Symptom vorkommen. Sie verbleiben meistens zwei Tage und können gefährlich werden, wenn sie an den Schleimhäuten des Kehlkopfes entstehen und zu Atemnot führen. Gelegentlich geht eine Nesselsucht zudem mit Symptomen wie Übelkeit, Schluckbeschwerden, Schwindel und Bewusstlosigkeit einher.

Zahlen und Fakten

Die Nesselsucht ist eine häufig auftretende, aber dennoch wenig bekannte Krankheit. Statistiken zeigen, dass jeder vierte Deutsche mindestens einmal in seinem Leben an einer akuten Nesselsucht erkrankt. An einer chronischen Nesselsucht leiden in Deutschland rund 800.000 Menschen. Von einer chronischen Form spricht man bei einem Krankheitsverlauf, der länger als sechs Wochen andauert, in manchen Fällen ist die Erkrankung aber auch nach Jahren nicht abgeklungen. Am häufigsten betroffen sind Menschen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, die Nesselsucht kann jedoch bereits bei Neugeborenen auftreten. Während bei Jugendlichen Jungen und Mädchen etwa gleich häufig erkranken, sind bei Erwachsenen Frauen häufiger betroffen als Männer (Verhältnis 2:1) – die Ursache dafür ist unbekannt.

Lydia Köper

 

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